Kleinserie CNC-Teile aus Polen — 5 bis 200 Stück ohne Mindestmenge

September 26, 2026

Viele Einkäufer kennen die Situation: Die Zeichnung ist fertig, gebraucht werden 30 Stück — vielleicht später noch einmal 50. Für den großen Lohnfertiger ist das zu wenig, er rüstet seine Maschinen lieber für Tausende Teile. Die kleine Werkstatt nebenan nimmt den Auftrag, hat aber keine 5-Achs-Maschine und keine Messmaschine. Und bei Anbietern aus Fernost lohnt sich eine Kleinserie erst recht nicht.

Genau in dieser Lücke arbeiten wir. HARDPOWER in Stettin fertigt CNC-Dreh- und Frästeile ohne Mindeststückzahl — vom Einzelteil über die Kleinserie bis zur wiederkehrenden Serie. Dieser Beitrag zeigt, warum sich das für beide Seiten rechnet und was Sie bei der Anfrage beachten sollten.

Warum Kleinserien bei vielen Fertigern durchfallen

Bei jeder Serie entstehen Kosten, die nicht von der Stückzahl abhängen: Programmierung, Vorrichtung, Einrichten der Maschine, Prüfung des ersten Teils. Bei 5 000 Stück verteilen sich diese Kosten auf so viele Teile, dass sie kaum auffallen. Bei 20 Stück machen sie einen großen Teil des Preises aus.

Fertiger, die auf Großserien ausgelegt sind, setzen deshalb Mindestmengen — oft 100 Stück pro Auftrag oder mehrere Tausend pro Jahr. Wer darunter liegt, bekommt entweder kein Angebot oder eines, das niemand annimmt.

Was bei uns anders ist

  • Keine Mindeststückzahl. Wir kalkulieren jede Anfrage — auch 5 Stück. Der Preis pro Teil sinkt mit der Menge, aber es gibt keine Grenze, unter der wir nicht anbieten.
  • 5-Achs-Bearbeitung. Komplexe Teile werden in wenigen Aufspannungen gefertigt. Weniger Aufspannungen bedeuten weniger Rüstzeit — und genau die ist bei kleinen Mengen der größte Kostenfaktor.
  • Programme bleiben erhalten. Bei einer Wiederholbestellung fangen wir nicht von vorne an. Programm und Aufspannung sind dokumentiert; die zweite Serie ist schneller eingerichtet als die erste.
  • Eigene Messtechnik. Die Koordinatenmessmaschine Mitutoyo CRYSTA-APEX steht im Haus. Auch bei 10 Stück bekommen Sie auf Wunsch ein Messprotokoll.

Vom Erstmuster zur Serie

Bei neuen Teilen empfehlen wir einen einfachen Ablauf, der Ihnen das Risiko abnimmt:

  1. Erstmuster. Wir fertigen ein Teil oder eine kleine Menge und messen alle Maße aus der Zeichnung.
  2. Freigabe. Sie prüfen das Muster bei sich — im Einbau, in der Funktion, in Ihrer Eingangsprüfung.
  3. Serie. Erst nach Ihrer Freigabe läuft die Menge. Bei jeder Serie und nach jedem Umrüsten wird das erste Teil erneut geprüft, bevor die Maschine weiterläuft.

Wie die Erstmusterprüfung bei uns aussieht und welche Unterlagen Sie bekommen, beschreibt der Beitrag Erstmusterprüfbericht (EMPB) — was Sie von uns bekommen.

Wiederkehrender Bedarf: Rahmenauftrag

Wenn Sie ein Teil regelmäßig brauchen, aber nicht auf einmal lagern wollen, lohnt sich ein Rahmenauftrag: Die Jahresmenge wird vereinbart, geliefert wird in Abrufen. Sie profitieren vom Preis der größeren Menge, ohne die Teile auf Vorrat zu bezahlen und einzulagern. Die Details stimmen wir gemeinsam ab.

Welche Teile sich für die Kleinserie bei uns eignen

  • Drehteile und Frästeile aus Stahl, Edelstahl, Aluminium und Bronze,
  • Teile mit engen Toleranzen und Passungen nach ISO 286,
  • Ersatz- und Verschleißteile für Maschinenbau und Instandhaltung,
  • Prototypen und Vorserien, die später in Serie gehen sollen,
  • einzelne Arbeitsgänge an beigestellten Teilen — als verlängerte Werkbank.

Einen Überblick über Werkstoffe und Verfahren gibt der Beitrag Metallbearbeitung in Polen — Metallteile drehen und fräsen lassen.

Was die Nähe bei kleinen Mengen bringt

Stettin liegt rund 140 km von Berlin. Bei Kleinserien ist das mehr als ein Detail: Die Teile kommen per Kurier, ohne Zoll, als innergemeinschaftliche Lieferung. Eine Rückfrage zur Zeichnung ist in derselben Stunde geklärt. Und wenn bei der Freigabe etwas nicht passt, ist das Muster schnell wieder bei uns — mehr dazu unter CNC-Zulieferer nahe Berlin.

So kommen Sie zu einem Angebot

Senden Sie uns:

  • die Zeichnung als PDF und, wenn vorhanden, das 3D-Modell als STEP,
  • den Werkstoff,
  • die Stückzahl — gern mit Staffel, z. B. 10 / 50 / 200 Stück, und dem erwarteten Jahresbedarf,
  • besondere Anforderungen wie Messprotokoll, Materialzeugnis oder Oberflächenbehandlung.

Das Angebot kommt in Euro.

Häufige Fragen

Gibt es eine Mindeststückzahl?

Nein. Wir fertigen vom Einzelteil aufwärts und kalkulieren auch Kleinstmengen.

Warum ist der Stückpreis bei 10 Teilen höher als bei 200?

Programmierung, Einrichten und Erstteilprüfung kosten gleich viel, egal wie viele Teile folgen. Bei kleinen Mengen verteilen sich diese Kosten auf weniger Teile. Eine Preisstaffel in der Anfrage zeigt Ihnen, ab welcher Menge es sich lohnt.

Ist eine Wiederholbestellung günstiger?

In der Regel ja, weil Programm und Aufspannung bereits vorhanden sind und nicht neu erstellt werden müssen.

Kann ich zuerst ein Muster bestellen?

Ja. Wir empfehlen bei neuen Teilen ein Erstmuster mit vollständiger Maßprüfung, bevor die Serie läuft.

Liefern Sie mit Materialzeugnis?

Ja. Alle Werkstoffe, die wir einkaufen, kommen mit Abnahmeprüfzeugnis 3.1 nach EN 10204. Details im Beitrag Materialzeugnis 3.1 nach EN 10204.

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